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Zerreisst der seidene Faden des Lebens, sp├╝ren wir, wie ein kleiner Teil unserer Seele verloren geht. Es kann ein Gef├╝hl sein, oder etwas an das wir bis zu diesem Augenblick geglaubt haben. Zerreisst der Lebensfaden eines Kindes, oder eines jungen Menschen, ist der Teil der in uns verloren geht gross und wir werden von Schmerz und verwirrenden Gef├╝hlen erfasst. Niemand bleibt unber├╝hrt, wenn er mit dem Tod eines jungen Menschen konfrontiert wird, auch Profis wie Erstretter/ Aerzte/ Feuerwehrleute/ Polizisten, die beruflich ├Âfter mit dem Tod in Ber├╝hrung kommen, nicht. Meist ist es der Anblick der leidenden und trauernden Familie, der sich am meisten in die Erinnerung einbrennt und der das Gef├╝hl von Hilflosigkeit gibt, da man den Angeh├Ârigen die Last des Schmerzes nicht abnehmen kann. Oft schleichen sich, in solchen Momenten Zweifel ein. Zweifel an den eigenen Werten, an Lebensentscheidungen manchmal sogar an der Berufswahl.
Angesichts des ├╝berw├Ąltigenden Schmerzes der trauernden Familie, und der Unm├Âglichkeit diesen Menschen, und sei es nur ein kleiner Teil ihres Schmerzes ab zu nehmen, f├╝hlen sich viele Profis hilflos und in dieser Hilflosigkeit isoliert...ausser sie treffen vielleicht auf Menschen die gleiche oder ├Ąhnliche Erfahrungen wie sie gemacht haben.

Meist haben die Ersthelfer keine M├Âglichkeit die Bilder der Verzweiflung, die sie als letztes gesehen haben, durch positivere Eindr├╝cke zu ersetzen.

Dies muss nicht so sein! Viele Familien sind bereit mit den Menschen, die im Sterben ihres Kindes eine Rolle spielten, ihre Trauerarbeit zu teilen. Vielleicht nicht immer in direkter Form, aber in den allermeisten F├Ąllen ├╝ber eine Vertrauensperson. Es ist selbstverst├Ąndlich, dass wir nach v├Âlliger Verzweiflung, in welcher jegliche Hoffnung verloren ist, alle die Best├Ątigung brauchen, dass auch diese Familien eine Zukunft haben. Eine Lebensaussicht, mit der Hoffnung auf einen Lichtstrahl.
Die M├Âglichkeit sich ├╝ber die ersten, kleinen, schweren und unendlich anstrengenden und schmerzhaften Schritte der Familien erkundigen zu k├Ânnen, sich zu vergewissern, dass so schwer der Verlust auch zu tragen sei, Hoffnung f├╝r sie besteht, ist auch f├╝r Profis immens wichtig. Diese Gewissheit zu haben, ist ein Recht auch f├╝r Erstretter!

Um allen Familien in Trauer um eine Kind zur Seite zu stehen, in dem Bestreben ihnen alles zukommen zu lassen, was ihnen den schmerzhaften Weg der Trauer etwas erleichtern k├Ânnte, hat sich die Stiftung SCISMA gegr├╝ndet.
Teil unseres Ehrenamtes ist aber auch den Bed├╝rfnissen der Erstrettern gewidmet und besteht im Wesentlichen aus:

  • Soforteins├Ątzen, noch vor Ort f├╝r die betroffenen Familien
  • ÔÇ×├ťbernahmeÔÇť der Familie noch im Beisein der Erstretter so dass der Einsatz der Profis und unsere Arbeit ineinander ├╝bergehen.
  • 24h an 365 Tagen Rufbereitschaft ├╝ber die 144 Ticino Soccorso
  • Wir sind f├╝r jeden Todesfall einen Kindes/ Jugendlichen zwischen 0 und 21 Jahren abrufbereit (ausgenommen Gewaltverbrechen, welche in die Kompetenz der Opferhilfe fallen!)
  • Austausch und Unterst├╝tzung zwischen Eltern und Profis
  • Wir organisieren f├╝r Sie:
  • pers├Ânliche Treffen zwischen Profis und ehrenamtlichen Mitarbeitern der SCISMA
  • Informationen zum Thema Trauer und Trauerarbeit
  • Informationsveranstaltungen zum Thema Kindstod, Tod von jungen Menschen
  • Wir komplettieren ihre internen Mitarbeiterweiterbildungen mit dem Thema Trauer um Kinder, mit Ihrer Zusammenarbeit und nach Ihren Schwerpunktthemen.